Gartenpflege im Jahreslauf

Gartengeräte winterfest machen: Reinigen, ölen und richtig einlagern

Gartengeräte werden nach dem letzten Einsatz gereinigt, geschärft, geölt und trocken bei 5 bis 20 Grad eingelagert, Akkus mit 40 bis 60 Prozent Ladung und getrennt vom Ladegerät. Der Aufwand liegt bei zwei bis drei Stunden für den ganzen Bestand und kostet an Material 20 bis 50 Euro.

Die kurze Antwort Wasserführendes zuerst: Schlauch, Regner und Außenhahn müssen vor dem ersten Frost leer sein, meist Ende Oktober. Danach kommen die Motorgeräte. Benzin entweder ganz ablassen oder mit Stabilisator behandeln, Akkus auf 40 bis 60 Prozent bringen und frostfrei lagern, Messer und Klingen reinigen, schärfen und dünn einölen. Alles zusammen dauert zwei bis drei Stunden und schützt Geräte im Wert von oft mehreren tausend Euro.
40 bis 60 %

ideale Ladung für die Akkulagerung

5 bis 20 °C

Lagertemperatur für Akkus und Elektronik

20 bis 50 €

Materialkosten für den kompletten Bestand

Wasser raus, bevor der erste Frost kommt

Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund neun Prozent aus. Das reicht, um Messingkupplungen zu sprengen und Regnergehäuse zu reißen. Diese Arbeiten haben deshalb Vorrang vor allem anderen.

  • Außenwasserhahn: Innenliegendes Absperrventil schließen, Hahn draußen öffnen und offen stehen lassen, damit Restwasser ablaufen kann.
  • Schläuche: Abkuppeln, komplett leerlaufen lassen und locker aufgerollt frostfrei lagern. Ein eingefrorener Schlauch bekommt Risse in der Innenschicht, die erst im Frühjahr auffallen.
  • Regner und Ventile: Bei fest verlegten Anlagen die Leitung am tiefsten Punkt entleeren oder mit Druckluft bei maximal 3 bar ausblasen.
  • Regentonne: Entleeren und umdrehen oder mit dem Hahn nach unten kippen.
  • Bewässerungscomputer: Abnehmen, Batterie entfernen und im Haus lagern.

Der richtige Zeitpunkt liegt zwischen Mitte und Ende Oktober. Warte nicht auf die erste Frostwarnung, denn nachts reichen schon minus zwei Grad für einen Schaden. Was sonst noch im Herbst ansteht, steht in der Checkliste Garten winterfest machen.

Rasenmäher einwintern: Benzin oder Akku

Beim Benzinmäher ist der Kraftstoff das Hauptproblem. Ottokraftstoff mit Ethanolanteil altert und zieht Wasser, nach etwa vier bis acht Wochen im Tank beginnt er zu entmischen. Im Frühjahr verklebt der Vergaser und der Motor springt nicht an.

Zwei Wege funktionieren. Entweder fährst du den Tank leer und lässt den Motor abwürgen, oder du füllst Kraftstoffstabilisator ein und lässt den Motor fünf Minuten laufen, damit die Mischung im Vergaser ankommt. Ein Fläschchen für 250 Milliliter kostet 10 bis 15 Euro und reicht für rund 25 Liter Kraftstoff.

Danach folgt die mechanische Runde: Öl wechseln, wenn die Betriebsstunden erreicht sind, Luftfilter reinigen oder tauschen, Zündkerze prüfen. Die Unterseite des Mähdecks kratzt du von angetrocknetem Schnittgut frei und sprühst sie dünn mit Öl ein, sonst rostet sie über den Winter durch.

Messer schärfen lohnt sich Ein stumpfes Messer reißt die Halme auf statt sie zu schneiden, die Spitzen werden braun und die Fläche anfällig für Pilze. Selbst schärfen kostet nur Zeit, in der Werkstatt 15 bis 30 Euro. Der Winter ist der ruhigste Termin dafür.

Akkumäher haben kein Kraftstoffproblem, aber ein Akkuproblem. Reinigen, Messer schärfen und trocken abstellen genügt beim Gerät. Der Akku wandert ins Haus.

Wie lagerst du Akkus über den Winter?

Lithium-Ionen-Akkus altern am schnellsten, wenn sie voll geladen oder tiefentladen herumliegen. Der schonendste Zustand liegt bei 40 bis 60 Prozent Ladung, also zwei bis drei Balken auf der Anzeige.

Lagere sie bei 5 bis 20 Grad, trocken und nicht im Ladegerät. Eine Garage ohne Frost geht, ein ungedämmter Geräteschuppen nicht. Bei minus zehn Grad steigt der Innenwiderstand dauerhaft, und die Kapazität kommt im Frühjahr nicht vollständig zurück.

Prüfe den Ladestand im Januar oder Februar einmal nach. Fällt er unter zwanzig Prozent, lade kurz auf fünfzig Prozent nach. Ein Akkupack für Gartengeräte kostet je nach System 60 bis 200 Euro, die zehn Minuten Kontrolle rechnen sich also.

Scheren, Sägen und Spaten aufarbeiten

Nach dem Heckenschnitt sitzen Harz und Pflanzensaft auf den Klingen. Diese Schicht zieht Feuchtigkeit an und ist der Startpunkt für Rost. Sie geht mit Harzlöser, Spiritus oder Bremsenreiniger in wenigen Minuten ab.

GerätArbeitZeitbedarfMaterial
Astschere und BaumschereHarz lösen, Klinge abziehen, Gelenk fetten10 MinutenHarzlöser, Abziehstein, Fett
Heckenscherereinigen, Messerbalken ölen, Schutz aufsetzen10 MinutenPflegeöl 8 bis 12 Euro
Spaten und GrabegabelErde ab, Blatt schleifen, Stiel ölen10 MinutenLeinöl 8 bis 15 Euro
HandsägeHarz lösen, Blatt einölen5 MinutenSpiritus, Ballistol
KettensägeKette schärfen, Kettenöl prüfen, Tank leeren25 MinutenFeile 10 bis 20 Euro

Holzstiele bekommen einmal im Jahr Leinöl. Das hält die Fasern geschmeidig und verhindert Splitter. Nach dem Ölen mit einem Lappen nachwischen, sonst bleibt der Stiel klebrig.

Metallteile bekommen einen dünnen Ölfilm. Ballistol, Nähmaschinenöl oder ein Spritzer Rapsöl auf dem Lappen genügen. Wichtiger als das Produkt ist, dass die Teile vorher wirklich trocken sind.

Mähroboter richtig einwintern

Der Roboter kommt ins Haus, sobald das Wachstum aufhört, meist Ende Oktober oder Anfang November. Reinige zuerst das Chassis und die Radkästen, dann die Messerscheibe. Klingen sind Verschleißteile und kosten im Dreierset 5 bis 15 Euro, ein Wechsel im Frühjahr ist Standard.

Lade den Akku auf rund 60 Prozent und lagere das Gerät bei 5 bis 20 Grad. Die Ladestation kannst du im Rasen stehen lassen, das Netzteil gehört aber abgesteckt und ins Trockene. Bei Modellen mit Begrenzungskabel bleibt das Kabel im Boden, es verträgt Frost problemlos.

Ein Kabelbruch fällt oft erst im März auf. Wenn du im Herbst eine Störung hattest, suche die Stelle jetzt statt in der Startwoche der Saison. Zur Schnitthöhe im Jahresverlauf hilft der Ratgeber Rasen mähen und die richtige Schnitthöhe.

Checkliste: was wann fällig ist

ZeitpunktAufgabe
Mitte OktoberAußenhahn absperren, Schläuche und Regner entleeren, Regentonne leeren
Ende Oktoberletzter Rasenschnitt auf 4 bis 5 cm, Laub von der Fläche nehmen
Nach dem letzten SchnittMäher reinigen, Messer schärfen, Tank leeren oder stabilisieren
Anfang NovemberMähroboter reinigen, Akku auf 60 Prozent, Netzteil abstecken
Anfang NovemberScheren und Sägen entharzen, schärfen, ölen, Stiele mit Leinöl behandeln
Novemberalle Akkus auf 40 bis 60 Prozent bringen, frostfrei lagern
Januar oder FebruarLadestand der Akkus einmal kontrollieren
MärzGeräte prüfen, Klingen tauschen, frischen Kraftstoff einfüllen

Wer den Winter für die Wartung nutzt, spart sich im März den Werkstatttermin. Eine Mäherinspektion kostet dort 60 bis 120 Euro, und im Frühjahr wartest du je nach Betrieb zwei bis vier Wochen. Welche Arbeiten in den übrigen Monaten anstehen, zeigt der Gartenkalender.

Muss ich den Tank des Rasenmähers leeren?

Entweder leeren und den Motor abwürgen lassen oder Kraftstoffstabilisator zugeben und fünf Minuten laufen lassen. Unbehandelter Ottokraftstoff entmischt sich nach vier bis acht Wochen und verklebt den Vergaser.

Mit wie viel Ladung lagere ich Gartenakkus?

Mit 40 bis 60 Prozent, getrennt vom Ladegerät und bei 5 bis 20 Grad. Voll geladen oder tiefentladen altern Lithium-Ionen-Zellen deutlich schneller und verlieren dauerhaft Kapazität.

Wann muss der Außenwasserhahn abgestellt werden?

Mitte bis Ende Oktober, nicht erst bei der ersten Frostwarnung. Innen absperren, außen öffnen und geöffnet lassen, damit Restwasser ablaufen kann und nichts einfrieren kann.

Kann der Mähroboter draußen überwintern?

Das Gerät nicht, es gehört frostfrei ins Haus. Ladestation und Begrenzungskabel bleiben draußen, das Netzteil wird abgesteckt und trocken gelagert.

Womit öle ich Gartenwerkzeug ein?

Ein dünner Film aus Ballistol, Nähmaschinenöl oder Pflegeöl reicht für Metall, Holzstiele bekommen Leinöl. Entscheidend ist, dass die Teile vorher gereinigt und völlig trocken sind.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Angaben ohne Gewähr

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