Gartenwerkzeug und Notizbuch auf einer Bank im Frühjahr
Kurz gefasstDrei Termine sind fix: Gehölzschnitt vor dem 1. März, Rasenstart ab 10 Grad Bodentemperatur, Frostschutz vor der ersten Nacht unter null.

Gartenpflege im Jahreslauf

Gartenkalender: Was in welchem Monat wirklich zu tun ist

Gartenarbeit verteilt sich nicht gleichmäßig. Es gibt Monate, in denen wenig geht, und drei bis vier Wochen im Frühjahr, in denen alles gleichzeitig ansteht. Wer weiß, welche Termine hart sind und welche sich verschieben lassen, kommt mit deutlich weniger Stress durchs Jahr.

Winter: Januar und Februar

  • Obstbaumschnitt an frostfreien Tagen – jetzt ist das Gerüst sichtbar.
  • Letzte Gelegenheit für Radikalschnitte an Hecken und Sträuchern: Ab dem 1. März greift die gesetzliche Schonzeit.
  • Werkzeug schärfen, Rasenmäher zur Wartung, Saatgut sichten.
  • Immergrüne an frostfreien Tagen gießen – sie verdunsten auch im Winter.
  • Vogelfütterung, wenn begonnen, durchhalten.

Frühjahr: März bis Mai

  • März: Stauden zurückschneiden, sobald es dauerhaft milder wird. Beete lockern, Kompost ausbringen. Rasen erst ansprechen, wenn der Boden 10 Grad erreicht hat.
  • April: Rasen vertikutieren und düngen, Rollrasen verlegen, Beete neu bepflanzen. Aussaat von Sommerblumen im Haus.
  • Mai: Nach den Eisheiligen Mitte des Monats dürfen frostempfindliche Pflanzen nach draußen – Tomaten, Dahlien, Kübelpflanzen. Vorher ist es ein Glücksspiel.
Der einzige wirklich unverschiebbare Termin im Frühjahr ist der Gehölzschnitt vor dem 1. März. Alles andere lässt sich um zwei bis drei Wochen strecken, ohne dass etwas verloren geht.

Sommer: Juni bis August

AufgabeRhythmus
Gießenselten, aber durchdringend – früh morgens, nicht mittags
Rasen mähenwöchentlich, in Trockenphasen höher stellen
Heckenschnitt (Formschnitt)Ende Juni, nach Nestkontrolle
Verblühtes ausputzenlaufend, verlängert die Blüte
Düngenletzte Rasengabe bis spätestens August

Zum Gießen die wichtigste Regel: lieber zweimal die Woche 15 bis 20 Liter je Quadratmeter als täglich ein bisschen. Häufiges oberflächliches Gießen erzieht flache Wurzeln, die beim nächsten Trockenstress zuerst leiden.

Herbst: September bis November

  • Die beste Pflanzzeit des Jahres. Boden warm, Regen zuverlässig, Wurzeln haben bis zum Frühjahr Zeit.
  • Blumenzwiebeln setzen – Oktober bis in den November.
  • Rasen ein letztes Mal mähen und Laub abnehmen, damit er nicht fault.
  • Ab dem 1. Oktober sind Radikalschnitte wieder erlaubt.
  • Wasserleitungen entleeren, Regentonnen leeren, Pumpen frostfrei einlagern.
  • Stauden stehen lassen statt abzuräumen – Winterquartier für Insekten und Struktur im Beet.

Was du getrost weglassen kannst

Vertikutieren jedes Jahr, Laubfreie Beete, das Zurückschneiden aller Stauden im Herbst, wöchentliches Düngen: Nichts davon ist nötig. Ein Garten wird durch weniger Eingriffe selten schlechter – nur unordentlicher. Die Arbeiten, die wirklich zählen, sind der Schnitt zur richtigen Zeit, das Gießen in Trockenphasen und die Pflanzung im Herbst.

Wann darf ich Hecken und Sträucher schneiden?

Ein starker Rückschnitt oder das Auf-den-Stock-setzen ist nur zwischen dem 1. Oktober und dem 28. Februar zulässig. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind ganzjährig erlaubt, aber nur nach Kontrolle auf Nester.

Wann beginnt die Rasensaison?

Nicht nach Datum, sondern nach Temperatur: Ab etwa 10 Grad Bodentemperatur startet das Wachstum. In den meisten Regionen ist das Mitte bis Ende März, in Höhenlagen später.

Frühjahr oder Herbst pflanzen?

Für die meisten Gehölze und Stauden ist der Herbst besser: warmer Boden, ausreichend Feuchtigkeit, Wurzelbildung vor dem Austrieb. Frostempfindliche Arten und Immergrüne pflanzt du dagegen im Frühjahr.

Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Angaben ohne Gewähr · Titelbild: KI-generiert.