Bewässerung
Bewässerungscomputer einstellen: Laufzeiten, Startzeiten und typische Fehler
Stelle den Start zwischen 3 und 6 Uhr morgens ein und die Laufzeit so, dass der Rasen pro Gang 8 bis 10 Liter je Quadratmeter bekommt, bei zwei Gängen pro Woche im Hochsommer. Wie lange das dauert, misst du mit fünf Bechern auf der Fläche, nicht nach Gefühl.
bestes Zeitfenster für den Start
Umrechnung beim Bechertest
pro Woche reichen dem Rasen im Sommer
Wann soll der Bewässerungscomputer starten?
Das beste Fenster liegt zwischen 3 und 6 Uhr morgens. Der Wind ruht, die Verdunstung ist minimal, und der Leitungsdruck im Netz ist am höchsten, weil sonst kaum jemand Wasser zieht. Die Halme trocknen danach in der Morgensonne schnell ab.
Am Abend zu wässern klingt praktisch, ist aber die schlechtere Wahl. Gras und Blätter bleiben die ganze Nacht nass. Damit steigt das Risiko für Pilzkrankheiten wie Rotspitzigkeit und Schneeschimmel deutlich, und Schnecken finden ideale Bedingungen.
Mittags zwischen 11 und 16 Uhr verdunstet je nach Wetter ein erheblicher Teil des Wassers, bevor es überhaupt im Boden ankommt. Wenn du nur abends kannst, dann früh am Abend gegen 18 Uhr, damit die Fläche vor der Dunkelheit noch abtrocknet.
Wie berechnest du die richtige Laufzeit?
Rate nicht, sondern miss. Der Bechertest dauert eine Viertelstunde und ist die einzige verlässliche Methode, weil jede Düse und jeder Druck andere Mengen liefern.
- Stelle fünf gleiche Gefäße auf die Fläche, zum Beispiel gerade Joghurtbecher oder Konservendosen. Verteile sie über den ganzen Wurfbereich.
- Lass die Bewässerung genau 15 Minuten laufen.
- Miss die Füllhöhe in Millimetern und bilde den Mittelwert.
- Multipliziere mit vier. Das Ergebnis ist die Ausbringmenge in Millimetern pro Stunde, und ein Millimeter entspricht einem Liter je Quadratmeter.
Beispiel: Stehen nach 15 Minuten im Schnitt 3 Millimeter in den Bechern, bringt der Regner 12 Millimeter pro Stunde aus. Für 9 Liter je Quadratmeter läuft er also 45 Minuten.
Wie oft musst du welchen Bereich wässern?
Die Regel lautet: selten und durchdringend statt täglich und wenig. Kurze tägliche Gaben halten das Wasser in den obersten zwei Zentimetern. Die Wurzeln bleiben dort und die Fläche trocknet bei jeder Hitzewelle sofort aus.
| Bereich | Häufigkeit im Juli | Menge je Gang | Laufzeit |
|---|---|---|---|
| Rasen, Getrieberegner | 2 mal pro Woche | 8 bis 10 l/m² | 45 bis 60 Minuten |
| Rasen, Sprühdüsen | 2 mal pro Woche | 8 bis 10 l/m² | 20 bis 30 Minuten |
| Staudenbeet, Tropfschlauch | 2 bis 3 mal pro Woche | 5 bis 8 l/m² | 30 bis 45 Minuten |
| Gemüsebeet, Tropfschlauch | 3 bis 4 mal pro Woche | 5 bis 8 l/m² | 30 bis 40 Minuten |
| Kübel und Balkonkästen | täglich | 1 bis 3 Liter je Topf | 5 bis 10 Minuten |
| Hecke, Tropfer | 1 mal pro Woche | 10 bis 20 Liter je Pflanze | 60 bis 90 Minuten |
Frisch gepflanzte Gehölze und junge Hecken brauchen im ersten Jahr eigene Kreise. Sie vertragen die seltenen Rasenintervalle noch nicht. Grundsätzliches zum Wasserbedarf des Rasens steht im Ratgeber Rasen richtig bewässern.
Warum laufen die Kreise nacheinander?
Ein Hausanschluss liefert typisch 1.500 bis 2.500 Liter pro Stunde bei 3 bis 4 bar. Zwei Getrieberegner ziehen davon schon 1.600 Liter. Startest du drei Kreise gleichzeitig, sinkt der Druck unter den Betriebsdruck der Düsen.
Bei zu wenig Druck drehen sich Getrieberegner langsamer oder gar nicht, der Wurfradius bricht ein und die Fläche wird nur im Nahbereich nass. Der Bechertest zeigt dann Werte, die nachts nie erreicht werden.
Programmiere deshalb Kreis 1 auf 4:00 Uhr, Kreis 2 auf 5:00 Uhr und Kreis 3 auf 6:00 Uhr. Lass zwischen zwei Kreisen mindestens fünf Minuten Puffer, damit sich die Ventile sicher schließen. Wie du die Kreise überhaupt aufteilst, zeigt der Beitrag zur Bewässerungsanlage im Garten.
Regensensor, Bodenfeuchte und saisonale Anpassung
Ein Regensensor für 25 bis 60 Euro unterbricht das Programm, wenn eine einstellbare Regenmenge gefallen ist, meist ab 3 oder 6 Millimetern. Er ist die günstigste Nachrüstung und spart über eine Saison schnell mehrere Kubikmeter Wasser.
Ein Bodenfeuchtesensor für 30 bis 80 Euro misst direkt im Wurzelbereich und gibt erst frei, wenn es unter einen Schwellwert trocken ist. Setze ihn in etwa 15 Zentimetern Tiefe an der trockensten Stelle der Fläche, nicht im Schatten.
Die saisonale Anpassung ist der wichtigste Regler, den viele nie anfassen. Du stellst die Sommerlaufzeit einmal korrekt ein und passt danach nur noch den Prozentwert an.
| Monat | Saisonale Anpassung | Gänge pro Woche |
|---|---|---|
| April | 40 Prozent | 0 bis 1 |
| Mai | 60 Prozent | 1 |
| Juni | 80 Prozent | 2 |
| Juli und August | 100 Prozent | 2 |
| September | 60 Prozent | 1 |
| Oktober | 30 Prozent | 0 bis 1 |
Welche Fehler machen das Programm wirkungslos?
Leere Batterie im Hochsommer. Ventile am Wasserhahn arbeiten mit Batterien, und die geben oft genau dann auf, wenn sie am meisten schalten. Wechsle sie fest im April, unabhängig von der Anzeige. Viele Geräte schließen bei leerer Batterie das Ventil, andere lassen es offen stehen.
Ventil bleibt offen. Ein Sandkorn oder Kalk in der Membran verhindert das Schließen. Kontrolliere in der ersten Woche nach dem Einstellen morgens, ob wirklich Ruhe ist. Ein Filter vor dem Ventil und die jährliche Reinigung der Membran verhindern das zuverlässig.
Programm nie an die Realität angepasst. Ein einmal eingestellter Computer wässert im Oktober genauso wie im Juli. Setze dir zwei Termine im Jahr, Ende Mai und Anfang September, um die Prozentwerte zu prüfen.
Winterentleerung vergessen. Nimm den Computer im Oktober ab, entleere ihn und lagere ihn frostfrei. Ein eingefrorenes Ventilgehäuse ist Ausschuss. Der Rest der Herbstarbeiten steht in der Checkliste Garten winterfest machen, die Planung der ganzen Anlage im Ratgeber automatische Gartenbewässerung.
Wann soll die Bewässerung morgens starten?
Zwischen 3 und 6 Uhr. Dann ruht der Wind, die Verdunstung ist gering und der Leitungsdruck am höchsten. Die Halme trocknen danach in der Morgensonne schnell ab.
Wie lange muss ein Regner laufen?
Bis 8 bis 10 Liter je Quadratmeter ausgebracht sind. Bei einem Getrieberegner mit 10 Millimetern pro Stunde sind das 45 bis 60 Minuten, bei Sprühdüsen 20 bis 30 Minuten.
Wie funktioniert der Bechertest?
Fünf gleiche Becher auf die Fläche stellen, 15 Minuten wässern, Füllhöhe in Millimetern messen und mit vier multiplizieren. Das ergibt die Ausbringmenge in Litern je Quadratmeter und Stunde.
Kann ich mehrere Kreise gleichzeitig laufen lassen?
Besser nicht. Ein Hausanschluss liefert 1.500 bis 2.500 Liter pro Stunde. Bei gleichzeitigem Betrieb bricht der Druck ein und Getrieberegner erreichen ihren Wurfradius nicht mehr.
Lohnt sich ein Regensensor?
Ja, er kostet 25 bis 60 Euro und stoppt das Programm ab meist 3 bis 6 Millimetern Regen. Über eine Saison spart er mehrere Kubikmeter Wasser.
Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Angaben ohne Gewähr
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