
Beet & Bepflanzung
Stauden pflanzen: Der richtige Zeitpunkt und die Pflege
Stauden sind die Dauergäste im Beet. Einmal richtig gesetzt, blühen sie viele Jahre zuverlässig. Hier erfährst du, wann du am besten pflanzt, worauf es beim Standort ankommt und wie du deine Stauden gesund hältst.
Wer Stauden pflanzen möchte, legt den Grundstein für ein Beet, das viele Jahre Freude macht. Stauden sind mehrjährige Blühpflanzen, die im Herbst oberirdisch einziehen und im Frühjahr aus der Wurzel neu austreiben. Anders als Sommerblumen musst du sie nicht jedes Jahr neu setzen. Damit sie kräftig wachsen und reich blühen, kommt es auf den richtigen Zeitpunkt, den passenden Standort und eine gute Pflege an. In diesem Ratgeber gehst du alle Schritte durch.
Der richtige Zeitpunkt
Der beste Zeitpunkt, um Stauden zu pflanzen, liegt im Frühjahr und im Herbst. Im Frühjahr, etwa ab April, ist der Boden abgetrocknet und wärmt sich auf. Die Pflanzen haben dann die ganze Saison Zeit, gut einzuwurzeln. Der Herbst von September bis Oktober ist ebenfalls ideal. Der Boden ist noch warm, es regnet häufiger und die Wurzeln wachsen bis zum Frost weiter.
Frühjahrsblüher wie Pfingstrose oder Iris setzt du am besten im Herbst, damit sie im Folgejahr blühen. Empfindliche Arten wie Fette Henne oder Storchschnabel bevorzugen dagegen die Frühjahrspflanzung, weil sie so den ersten Winter im Beet sicherer überstehen. Containerware aus der Gärtnerei kannst du grundsätzlich die ganze Saison über pflanzen, solange der Boden nicht gefroren ist.
Ab April wurzeln Stauden über die ganze Saison gut ein und wachsen kräftig an.
Warmer Boden und Regen fördern das Anwachsen bis zum ersten Frost.
Gefrorenen oder staunassen Boden meidest du, sonst faulen die Wurzeln.
Standort und Boden
Jede Staude hat ihren Lieblingsplatz. Vor dem Kauf solltest du dir überlegen, wie sonnig oder schattig deine Beetfläche ist. Sonnenstauden wie Sonnenhut oder Steppensalbei brauchen mindestens sechs Stunden direkte Sonne. Schattenstauden wie Funkien oder Elfenblume gedeihen unter Bäumen und an der Nordseite. Ein Standort, der zur Pflanze passt, spart dir später viel Pflegearbeit.
Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Bei schwerem Lehmboden arbeitest du vor dem Pflanzen etwas Sand und Kompost ein. Sandige Böden verbesserst du mit reifem Kompost, damit sie Wasser besser halten. Staunässe vertragen die meisten Stauden nicht, weil die Wurzeln dann faulen. Sorge deshalb bei Bedarf für einen guten Wasserabzug.
| Standort | Beispiel-Stauden | Lichtbedarf |
|---|---|---|
| Sonnig | Sonnenhut, Steppensalbei, Fetthenne | 6+ Stunden Sonne |
| Halbschattig | Storchschnabel, Astilbe, Akelei | 3-6 Stunden Sonne |
| Schattig | Funkie, Elfenblume, Waldsteinie | unter 3 Stunden Sonne |
Stauden richtig einpflanzen
Wässere die Stauden vor dem Pflanzen gründlich, am besten in einem Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Hebe ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen ist. Lockere die Sohle des Lochs auf, damit die Wurzeln leicht nach unten wachsen. Setze die Staude so tief ein, wie sie im Topf stand, und fülle die Erde ringsum an.
Drücke die Erde leicht an und forme eine kleine Gießmulde. Anschließend wässerst du kräftig, damit sich der Boden setzt und die Wurzeln Kontakt zur Erde bekommen. In den ersten Wochen brauchen frisch gepflanzte Stauden regelmäßig Wasser, besonders bei Trockenheit. Achte beim Pflanzen auf den richtigen Abstand, damit sich die Stauden später nicht gegenseitig bedrängen.
Stauden kombinieren
Ein schönes Staudenbeet lebt von der Kombination. Setze hohe Arten wie Rittersporn oder Sonnenbraut nach hinten und niedrige Stauden nach vorne. Achte auf gestaffelte Blütezeiten, damit vom Frühjahr bis in den Herbst immer etwas blüht. Frühblüher, Sommerstauden und Herbstastern ergänzen sich gut zu einem durchgehend attraktiven Beet.
Auch Blattformen und Farben spielen eine Rolle. Große Blätter der Funkie bilden einen ruhigen Kontrast zu feinen Gräsern. Wähle Pflanzen, die ähnliche Ansprüche an Boden und Licht haben. So gedeihen alle Arten gleichmäßig und du musst nicht einzelne Sorgenkinder besonders pflegen.
Pflege im Jahreslauf
Stauden sind pflegeleicht, brauchen aber etwas Aufmerksamkeit. Im Frühjahr schneidest du vertrocknete Halme zurück und gibst eine Portion Kompost als Startdünger. Verblühtes entfernst du im Sommer regelmäßig, denn das regt viele Arten zu einer zweiten Blüte an. Gieße bei längerer Trockenheit durchdringend, statt täglich nur oberflächlich zu wässern.
Im Herbst kannst du viele Stauden stehen lassen. Die Samenstände bieten Insekten und Vögeln Nahrung und schützen die Pflanze vor Frost. Erst im späten Winter oder frühen Frühjahr schneidest du sie bodennah zurück. Alle drei bis fünf Jahre solltest du große Horste teilen. Das verjüngt die Pflanze und du gewinnst nebenbei neue Stauden für andere Beetstellen.
Häufige Fragen
Wie oft muss ich Stauden gieße?
Muss ich Stauden im Herbst zurückschneiden?
Wie teile ich Stauden?
Welche Stauden sind besonders pflegeleicht?
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