
Rasenpflege
Kahle Stellen im Rasen ausbessern: So gelingt die Nachsaat
Braune Flecken, kahle Stellen, lückige Flächen: Fast jeder Rasen zeigt mit der Zeit Schwachstellen. Mit einer sauberen Nachsaat bekommst du wieder eine dichte, gleichmäßige Grünfläche. In diesem Ratgeber erklären wir Schritt für Schritt, wie du deinen Rasen ausbesserst und was du dabei beachten solltest.
Wenn du deinen Rasen ausbessern möchtest, ist die Nachsaat die einfachste und günstigste Methode, um kahle Stellen wieder zu schließen. Ob durch Trockenheit, Hundeurin, Krankheiten oder einfach starke Nutzung: Fast jede Rasenfläche bekommt mit der Zeit Lücken. Die gute Nachricht: Mit etwas Vorbereitung und Geduld wächst dort schnell wieder frisches Gras. Wir zeigen dir, wie es geht.
Ursachen für kahle Stellen im Rasen
Bevor du deinen Rasen ausbesserst, lohnt ein Blick auf die Ursache. Sonst kehren die Lücken schnell zurück. Häufige Gründe sind Trockenstress im Sommer, Staunässe im Winter, Pilzkrankheiten oder Schädlinge wie Engerlinge. Auch stark begangene Wege, Gartenmöbel und der Urin von Hunden hinterlassen kahle Flecken.
Manchmal liegt es auch an der Pflege: Zu tiefer Schnitt schwächt die Halme, fehlender Dünger führt zu lückigem Wuchs, und ein saurer Boden begünstigt Moos statt Gras. Wenn du die Ursache kennst, kannst du gezielt gegensteuern und die Nachsaat hält länger.
Verfilzte Reste entfernen und den Boden oberflächlich anrauen.
Bodentemperatur sorgen für eine zuverlässige Keimung des Saatguts.
Die Nachsaat darf zwei bis drei Wochen nicht austrocknen.
Der richtige Zeitpunkt zum Rasen ausbessern
Am besten besserst du deinen Rasen im Frühjahr oder im Spätsommer aus. Dann liegt die Bodentemperatur meist zwischen 10 und 20 Grad, und es fällt genug Regen. Bei kälterem Boden keimt das Saatgut nur langsam oder gar nicht. Im Hochsommer ist die Trockenheit das Problem: Die feinen Keimlinge vertragen keine Hitze und verbrennen leicht.
Ideal sind die Monate April bis Mai sowie September. In diesen Zeiträumen hat die junge Saat gute Bedingungen, um vor Frost oder Sommerhitze kräftig anzuwachsen. Ein bedeckter, milder Tag nach einem Regenschauer ist perfekt für die Aussaat.
Schritt für Schritt zur Nachsaat
Die eigentliche Nachsaat ist unkompliziert. Wichtig ist, dass du sauber arbeitest, damit die Samen guten Bodenkontakt bekommen. Gehe dabei in dieser Reihenfolge vor:
| Schritt | Was zu tun ist |
|---|---|
| 1. Vorbereiten | Kahle Stelle kurz mähen, alte Grasreste und Moos entfernen. |
| 2. Auflockern | Boden mit Harke oder Grubber zwei bis drei Zentimeter tief anrauen. |
| 3. Aussäen | Saatgut gleichmäßig ausstreuen, an den Rändern leicht überlappen. |
| 4. Andrücken | Samen mit Rechen einarbeiten und mit dem Fuß oder einer Walze andrücken. |
| 5. Wässern | Fläche vorsichtig anfeuchten und konstant feucht halten. |
Das passende Saatgut wählen
Damit die ausgebesserte Stelle nicht als heller Fleck auffällt, sollte das neue Saatgut zum vorhandenen Rasen passen. Für Spiel- und Nutzflächen eignen sich strapazierfähige Sport- und Spielrasenmischungen. Für Zierrasen gibt es feinere Sorten. Achte beim Kauf auf das Gütezeichen der Regel-Saatgut-Mischungen, kurz RSM. Diese Mischungen sind geprüft und keimen zuverlässig.
Es gibt auch spezielle Nachsaat- oder Reparaturmischungen. Sie keimen besonders schnell und sind auf das Schließen von Lücken abgestimmt. Für schattige Stellen unter Bäumen brauchst du eine Schattenrasenmischung, da normale Sorten dort kaum wachsen. Wähle das Saatgut also nach dem Standort aus.
Pflege nach der Aussaat
Nach der Aussaat entscheidet die Pflege über den Erfolg. Die frisch gesäte Fläche muss zwei bis drei Wochen lang gleichmäßig feucht bleiben. Trocknet der Boden auch nur einen Tag aus, sterben die Keimlinge ab. Gieße daher mehrmals täglich mit feiner Brause, aber ohne Pfützen zu bilden.
Betrete die Stelle in dieser Zeit möglichst nicht. Erst wenn die neuen Halme rund acht bis zehn Zentimeter hoch sind, darfst du zum ersten Mal mähen. Stelle den Mäher dabei hoch ein und achte auf scharfe Messer, damit die zarten Halme nicht ausgerissen werden. Eine leichte Startdüngung nach etwa vier Wochen hilft dem jungen Gras, dicht und kräftig zu werden. Weitere Grundlagen zur Rasenpflege bietet die DLG.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis die Nachsaat sichtbar ist?
Kann ich Nachsaat einfach auf den alten Rasen streuen?
Muss ich vor dem Rasen ausbessern düngen?
Was tun, wenn die kahle Stelle durch Hundeurin entstanden ist?
undefined
Weitere Themen aus „Rasenprobleme“